Freitag, 1. November 2013

01.11.2013 - Durch den Dschungel zum Robinson Beach

Noch vor dem Sonnenaufgang klopfte es an unser Bungalow. Auf die Schweizer ist halt Verlass! Allerdings glaub ich, dass sie gleich wieder schlafen gegangen sind und nur wegen uns so früh aufgestanden sind. Das war echt lieb.

Der Sonnenaufgang war jedenfalls herrlich!
Nach einem feinen Frühstück im Nachbarresort gingen wir etwas auf Inselerkundung.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Insel sollte es den Robinson Beach geben, der auch sehr schön sein soll. Der Weg dorthin führt jedoch 45 min durch den Dschungel. Klingt nach einem kleinen Abenteuer. Das schweizer Pärchen wollte uns jedoch nicht begeleiten.

Der Weg fing eigentlich auch ganz locker an. Manchmal mussten wir zwar über Baumstämme balancieren, aber immerhin war der Weg gut zu erkennen!
 
Irgendwann ging’s dann jedoch nur noch steil bergauf oder bergab und es war eher klettern angesagt.
War auf jeden Fall aufregend und wir haben auch keine Schlangen gesehn. Puh!
Allerdings hab ich es geschafft direkt auf einer Ameisenstraße stehenzubleiben. Keine gute Idee! Aber mit etwas Rumgehüpfe und Arne, der meinen Flip Flop von den vielen neuen Bewohnern wieder befreit hatte, ging’s auch schon bald weiter..

Unseren Sport hatten wir auch gemacht, sind nämlich ziemlich schweißgebadet aus der Dschungelsauna wieder rausgekommen.
Yeeeeaah!
Und ein traumhafter Strand hat uns erwartet. Der Sand war hier viel gelber und grobkörniger.. Haben uns gleich mal ins badewannenwarme Wasser gestürzt.
 
 
Zwei Holländer haben uns erzählt, dass auf dieser Seite der Insel nur 5 Leute übernachten (hier drüben gibt es auch ein Resort), da hat man auf jeden Fall seine Ruhe..

Bei einem Khmer Curry im Restaurant hier haben wir den Manager des Resorts kennengelernt. Einen Esten, der seit einem Jahr hier zum Tauchen ist. Er hat uns dann auch gleich das Abendessen präsentiert: Eine riesige Kiste mit Meeresschnecken.
Da haben wir uns doch lieber wieder auf den Weg durch den Dschungel gemacht :) Von einer älteren Engländerin haben wir später erfahren, dass ein anderes Pärchen anstatt durch den Dschungel zurück 2h lang auf die andere Seite der Insel zurückgeschwommen ist. Sie sind auch Haien begegnet.

Dann doch lieber noch mal durch’s Gestrüpp.
Da geht's zum Dschungel
Unser Wegweiser für den Rückweg: Rechts rum laufen!
Auf der anderen Seite angekommen hatten wir noch kurz Zeit das tolle Hängematten-Baumhaus zu genießen, dann ging’s auch schon wieder auf’s Partyboat.

Diesmal hatten wir auch die Partyasiaten an Board, die das Boot wirklich zum Partyboat machten.
Die ganze Partytruppe
Es wurde haufenweise Bier bestellt und die Anlage aufgedreht. Viele der älteren Touris sind dann auch auf das obere Deck geflüchtet.

Die Gruppe war echt lustig drauf und auf einmal hatten auch wir Bier vor uns stehn (voll nett!). Die Partyasiatin Nr.1 übernahm dann das DJ-Pult während eine Französin mit der Crew tanzte.
 
Allerdings hielt die Partystimmung nur bis zur dritten Bierrunde, dann verschwanden die ersten zwei Mädels auf der Toilette und es wurden massig Servietten reingereicht. Zwei andere Mädels der Partygemeinschaft hingen mit ihren Köpfen von Bord und es wurde dann nur noch Tee bestellt.
Wir hatten auf jeden Fall Unterhaltung!
Und wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang! Davon gibt’s hier glaub ich viele :)
Mit einem leckeren Abendessen haben wir den Abend dann ausklingen lassen.
 
Sib

Donnerstag, 31. Oktober 2013

31.10.2013 - Koh Rong Saloem

Wir starteten den Morgen damit, unsere großen Rucksäcke in unserem neuen Hostel unterzubringen (diesmal das "Sea View Villa" und nicht die unfreundlich Internetwüste vom Vortag) damit sie da nach unserer Rückkehr von der Insel hoffentlich schon auf uns warteten. Das Hostel ist richtig nett und wird (wie überall  auf Schildern und Visitenkarten erwähnt) von "Westerners" (also Weißen) geführt und, es ist ein bisschen traurig das sagen zu müssen, aber man merkt schon einen positiven Unterschied.

Bevor wir das „Partyboat“ betraten (das ist das einzige Boot, das zu der Insel verkehrt, hat eine Bar und eine dicke Anlage an Bord), haben wir noch nett neben dem Pier gefrühstückt.
Dann ging es auch schon los. Das Boot war nicht so besonders voll und wir hatten beim Warten am Pier schon gesehen, dass wie auch gestern am Strand wieder einige Interessensgemeinschaften (älterer weißer Herr mit deutlich jüngerer Einheimischer) mit dabei waren.
Beispiel für Interessensgemeinschaft, hier mittig
Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden und es gab Frei-Tee und –Kaffee, sowie ein Bier für jeden. 

Im Hintergrund sieht man ein an kleinen Drahtseilen nach oben und unten abgespanntes DJ-Pult: Hochseetauglich :)

Auf halber Strecke wurde an einer kleinen Insel gestoppt und wir sind schnorcheln gegangen. Das war richtig super, wir haben viele kleine Fische und stachelige Korallen gesehen. Manche sahen aus wie große Gehirne :)


Wieder auf dem Boot gabs Mittagsbüffet. Das Khmer Curry (Empfehlung von meiner Ex-Mitbewohnerin Dini) war besonders lecker :)


Angekommen auf der Insel haben wir gleich unser kleines Bungalow bekommen. Das war echt schick, mit eigener kleiner Fußdusche für den Sand, Hängematte und Badhäuschen gleich gegenüber.


Zur Feier unserer Ankunft haben wir uns sofort eine von diesen Riesen-Trinkkokusnüssen besorgt. Ich kannte die schon aus Sri Lanka, sie sehen etwas anders aus als die braunen harten, die man bei uns kennt. Die „Milch“ ist nicht so weiß, sondern eher klar und schmeckt nur ein bisschen süßlich. Da die Nuss so groß ist, kann man da ziemlich lange von trinken. Wir sind noch eine ganze Weile mit ihr umhergezogen, aber wir habens zu zweit nicht geschafft sie leer zu kriegen :)


Vor unserem Bungalow gabs auch einen großen Baum mit Plattform und Hängematten drauf. So was tolles hatte ich noch nie :) Wir haben ihn uns gleich nach der Nuss von zwei Schweizern erobert.

Bis zum Sonnenuntergang haben wir ihn gehalten, dann hat uns der Hunger runter gelockt. 
Im Restaurant verlief alles sehr südländisch gemächlich. Die paar einheimischen Jungs, die da gearbeitet haben, haben sich kaum um ihre Gäste gekümmert, ewig gebraucht und einige Sachen von der Karte hatten sie gar nicht da (immer noch mehr als in Afrika, aber da gabs von 50 Gerichten auch manchmal nur 2 :) ).

Wir hatten uns schon auf langes Warten eingestellt und deshalb extra früh geordert (die anderen vom Boot kamen nämlich später auch hierher) und uns Spielkarten mitgenommen. Es ging dann aber nach Anlaufschwierigkeiten doch recht flink.

 
Siba hat übermütig Knobi-Chili-Pasta bestellt und konnte nur 3 Bissen essen, weil es viel zu scharf war :)  (Meine erste Gabel war auch noch ziemlich blauäugig und danach haben wir dann ganz viel Brot futtern müssen…)
Chili-Pasta

Nach dem Essen haben wir mit den Hängemattenschweizern ausgemacht, dass sie um halb 6 morgens an unsere Tür wummern sollen. Wir hatten unser Weckerhandy nicht mit auf die Insel genommen und wir wollten unbedingt den Sonnenaufgang am Strand sehn =) 

Arne

Mittwoch, 30. Oktober 2013

30.10.2013 - Sihanoukville: Endlich so was ähnliches wie Strand



Nun sind wir schon fast einen Monat unterwegs. Jetzt soll es endlich an den Strand gehen. Also sind wir früh morgens in einen Bus nach Sihanoukville im Süden Kambodschas eingestiegen. Da soll es nämlich Traumstrände geben!
Die Fahrt sollte nur 4 h dauern. Draußen sah es ziemlich düster und nach Regen aus, naja, kann ja noch werden. 
Gegen Mittag wurde eine längere Pause eingelegt, wo wir erstmal Zeit zum schmausen hatten. Hab mal so ne Art Riesendampfnudel ausprobiert. 
Da war echt einiges drin: Kraut, Ei, Fleisch und hat ziemlich süß geschmeckt. War gar nicht schlecht.
 
Nach insgesamt 6 h sind wir dann angekommen und haben uns mit nem deutschen Mädel (Meike) aus Mannheim ein Tuk Tuk (diesmal war es eigentlich sogar ein richtiges Auto) in die Stadt geteilt. Mittlerweile hatte es tatsächlich angefangen zu regnen und wir sind erstmal mit zum Hostel von Meike. Da der Regen immer schlimmer wurde, haben wir erstmal eine Snackpause im Hostelrestaurant eingelegt.

Als der böse Regen dann irgendwann aufgegeben hatte und auch wir ein nettes Hostel gefunden hatten, haben wir uns zum Strand aufgemacht.


Aber ein Traumstrand war’s leider nicht. Der Strand war ziemlich Tourimäßig und auch nicht ganz sauber. Außerdem wurden wir alle 3m von einem anderen Restaurant-Werbungmacher verfolgt. Aber je später es am Abend wurde, desto besser wurde die Atmosphäre (vor allem mit Sonnenuntergang! :) ) und wir haben es uns in einem der vielen vielen Restaurants am Strand gemütlich gemacht.
 
Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir uns dann noch am Pier einen Inseltrip für morgen organisiert. Es geht nach Koh Rong Samloem, die ist ca. 2 h mit dem Boot von Sihanoukville (Schnuk-Schnuk-Ville à la Arne) entfernt.

Sib